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Misst man die von einem Oberflächenelement emittierte flächenspezifische Ausstrahlung, so lässt sich daraus die Temperatur To der Oberfläche berechnen. Dieses Verfahren wird in den Thermografiekameras angewandt. Dabei setzen die Kameras Detektorelemente ein, die nur in einem beschränkten Wellenlängenintervall (i.a. 3-5 µm oder 8-13 µm) Strahlung registrieren. In diesen Bereichen können die Einflüsse, die der Weg der Strahlung durch die Atmosphäre vom Sender zum Empfänger ausübt, vernachlässigt werden. Nur ideale Schwarze Strahler (ss) emittieren gemäß dem Planckschen Strahlungsgesetz. Reale Strahler (real) emittieren nur einen Teil der Temperaturstrahlung des Schwarzen Strahlers. Dieses Verhalten wird durch den Emissionskoeffizienten beschrieben. Die meisten bauthermografisch interessanten Stoffe besitzen einen von der Wellenlänge nahezu unabhängigen Emissionskoeffizienten, der in der Größenordnung von 0,9 liegt. Für die spezifische Abstrahlung gilt: ![]() ![]() ![]() Die heutigen Möglichkeiten der schnellen Bearbeitung von Bilddaten auf dem PC führten zur Entwicklung der Software IRReport, mit der aus den Thermogrammen auch quantitative Aussagen abgeleitet werden. Dafür müssen die bei der Aufnahme herrschenden Randbedingungen überprüft, erfasst und anschließend berücksichtigt werden. Detailliert bedeutet dies: • Das Abstrahlverhalten der aufzunehmenden Oberfläche wird berücksichtigt (Emissionswert-Korrektur). • Die Genauigkeit der vom Thermografiesystem gelieferten Temperaturen wird überprüft. • Temperaturinformation und örtliche Position müssen eindeutig einander zugeordnet werden. < zurück |
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