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Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, das die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) eines Objektes oder Körpers sichtbar macht. Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren, das heißt, es können auch extrem schnelllaufende Verfahren (Explosionen, Verbrennungen etc.) und Bewegungsabläufe erfasst werden. Mit Hilfe der Thermografie lassen sich Temperaturmessungen flächenförmig erfassen und darstellen (vgl. punktuelle Messungen wie z.B. Thermometer). Mit Thermographie bezeichnet man die Feststellung der Wärmeemission von Gegenständen, Maschinen, Häusern usw. Der Begriff findet auch in der Medizin Verwendung. Mit Hilfe der Thermographie kann ein genaues Bild über mögliche thermische Verluste oder bestehende Wärmequellen ermittelt werden. Dazu werden wärmeempfindlichen Sensoren, Infrarotkameras und Luftströmungstests eingesetzt, die entsprechenden Daten erfasst und ausgewertet und die Ergebnisse meist computerisiert mit bestimmten Standardwerten verglichen. Ein wesentlicher Faktor für die Thermogramme ist der Emissionsgrad des zu untersuchenden Objekts. Ein typisches Problem bei der praktischen Anwendung ergibt sich, wenn der zu untersuchende Körper von der Umgebung abgetrennt sein muss. In diesem Fall ist ein Betrachtungsfenster notwendig. Typische Fenstermaterialen (Gläser, Kunststoffe) sind nur in begrenzten Wellenlängenbereichen ausreichend transparent. Für sog. langwellige Kameras (Wellenlängenbereich 8 bis 14µm) werden als Material Salze verwendet (NaCl, Silbersalze, Linsen aus Silicium und Germanium, etc.). Diese sind jedoch feuchteempfindlich oder sehr teuer. Üblicherweise wird daher in Nieder- und Mitteltemperaturanwendungen etwa 20-50µm starkes PE-LD verwendet (aus exakt diesem Material besteht z.B. Renovierungs-Abdeckfolie). bbs greifswald arbeitet mit High End Technik im Infrarotbereich. Anwendung Im zivilen Bereich findet man WBG - meist betitelt als Wärmebildkamera - zur Durchführung von Messungen im Industrie- Bereich und in der Gebäudediagnostik. Es gibt Handgeräte, welche bspw. Temperaturbereiche von -20 °C bis 900 °C abdecken und eine Bildauflösung von 160 x 120 Pixel bieten. Dabei können Objektive mit unterschiedlichen Öffnungswinkeln verwendet, Bilder gespeichert und die Geräte über USB- Anschluss an einen PC angeschlossen werden. Größere Modelle bieten Bildauflösungen von 256 x 256 Pixeln und Temperaturauflösungen von 0.025 °C und ebenfalls erweiterte Temperaturbereiche. Mit solchen Kameras können die Isolierung von Häusern geprüft, ein Riss in Rohrleitungen aufgespürt, Energieverteilungen und elektrische Anlagen sowie mechanische Systeme geprüft werden. Bei diesen Kameras finden oft mehrfarbige Abbildungstechniken (Falschfarben) Verwendung, wobei die Farbe Blau tiefe Temperaturen und die Farbe Rot hohe Temperaturen darstellt. In der Medizin (vor allem bei Tieren) werden Wärmebildkameras zur Entdeckung von Entzündungen eingesetzt. > Bereich Elektro-Anlagen > Grundlagen IR Messung |
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