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Blower Door Funktion |
Mit dem Blower-Door-Test wird die Luftdichtheit eines Gebäudes nach DIN EN 13829, DIN 4108-7 und EnEV gemessen. Die offizielle deutsche Bezeichnung ist Differenzdruck-Messverfahren. Der Test wird noch zu wenig durchgeführt, die meisten Betroffenen (Bauherren und Auftragnehmern) glauben noch, dass er nicht notwendig sei. Bei den Erbauern von Niedrigenergiehäusern ist das Wissen bereits schon weiter verbreitet, dass damit die Qualität der Gebäudehülle bewiesen werden kann und evtl. vorhandene Fehlstellen gefunden werden können. Gemäß der DIN EN 13829 hat die Messung im Nutzungszustand, also nach Fertigstellung der baulichen Anlage, zu erfolgen. Qualitätsprüfungen hingegen werden im Zuge der Bauausführung durchgeführt, um evtl. vorhandene Leckagen noch beheben zukönnen. Ein Gebäude muss gelüftet werden (z.B. zur Feuchtigkeitsabfuhr) - aber nur über die vorgesehenen Lüftungsmöglichkeiten. Strömt Raumluft (die immer feucht ist) durch Mängel in der Bauausführung (ungewollte Fugen, Schlitze usw.) ins Freie, sind fast immer Bauschäden (Schimmel usw.) vorprogrammiert. Strömt z.B. feuchte Raumluft durch Mineralwolle, so kommt es zum Tauwasserausfall: Entsprechend der Funktion der Mineralwolle zur Wärmedämmung ist eine Seite der Mineralwolle warm - und zwar die, die dem Raum zugewandt ist - und die andere Seite ist im Winter kalt. Kommt die Raumluft in den kalten Bereich, wird die Luft stark gekühlt - mit der Folge von Tauwasserausfall. Wegen der Zugänglichkeit kann dieses Tauwasser nicht wie am Fenster abgewischt werden. Deshalb müssen Fehlstellen rechtzeitig erkannt und beseitigt werden. Dazu dient der Blower- Door- Test. Durch einen (geeichten) Ventilator wird Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt oder herausgesaugt. Die Stärke des Ventilators wird so eingestellt, dass zum Umgebungsdruck eine Druckdifferenz von 50 Pa (Pascal) entsteht. Druckdifferenzen entstehen auch natürlich, wenn Wind bläst. Bei Windstärke 5 ist diese Druckdifferenz auch etwa 50 Pa. Der Ventilator wird mit einem Rahmen in die Öffnung einer geöffneten Außentür eingesetzt, daher der Name Blower- Door- Test (deutsch: Gebläse-Tür-Messung). Bei der Messung geht es um zwei Ziele. Erstens darf die Luftmenge, die der Ventilator fördert und die durch unvermeidliche Fugen usw. entweicht, höchstens 3 mal in der Stunde die Luft im Gebäude austauschen (Vorgabe durch die deutsche Energieeinsparungsverordnung - EnEV, bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen höchstens 1,5 mal und bei Niedrigenergiehäusern max. 0,6) und zweitens sollte derjenige, der die Messung durchführt, auch die Fehlstellen finden, damit diese beseitigt werden. Die letzte Forderung ist nicht direkt Gesetz, sondern gehört zu den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik, auf deren Einhaltung z. B. ein Bauherr auch ohne besondere Vereinbarung Anspruch hat. > Phasen > Notwendigkeit einer Blower Door Messung > Grundlagen Luftdichheitsmessung |
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